Wieviel % Perfektionismus verträgt deine Partnerschaft?

Erstellt von: Claudia Schink

Wissensbausteine

vom: 12. Februar 2020

Nervt dich der Perfektionismus deines Partners/ deiner Partnerin?
Was steckt hinter Perfektionismus und muss das so bleiben?
Bremst dich dein Perfektionismus aus?

Perfektionismus – Was ist das?

Perfektionismus – das kennen viele von sich selber oder vom Partner. Aber was genau ist das eigentlich und woher kommt es? Wie förderlich oder schädlich ist er – für mich und für meine Partnerschaft?

Ganz allgemein kann Perfektionismus zwei grundlegende Aspekte haben:

Der eine ist das Streben nach Vollkommenheit. Er umfasst u.a. hohe persönliche Standards für mich selber und Ergebnisse, die ich erreichen will. Dazu gehört auch ein hohes Maß an Organisation. Eine andere Umschreibung ist dann „perfektionistisches Streben“ oder auch „Gewissenhaftigkeit“. Dies führt zur Weiterentwicklung der Person und den angestrebten Ergebnissen. Schon beim Erschaffen und bei Erreichen eines „perfekten“ Ergebnisses bin ich in der Regel erfüllt und zufrieden. Dieses Streben kann aber dennoch anstrengend werden, wenn dieser Perfektionismus zum Dogma wird und ich nicht auch mal „fünf gerade sein lassen kann“.

Es gibt aber auch den Perfektionismus, der sich als übertriebene Fehlervermeidung darstellt – „perfektionistische Besorgnis“.  Diese Ausprägung ist diejenige, die im allgemeinen Sprachgebrauch in der Regel als „Perfektionismus“ bezeichnet wird. Er ist oft kennzeichnet durch ein hohes Maß an Leistungszweifel und Angst vor Bewertung/ Entwertung/ Ablehnung. In diesem Fall wird sich der Betroffene selten oder nur kurz über ein “perfektes“ Ergebnis freuen, denn es kommen doch wieder Zweifel auf. Auch moralische Regeln der Gesellschaft sind ein wichtiger Richtwert. Wenn der Betroffene dem folgt, ist dieses „unfehlbare“ Ergebnis ohnehin eine Pflicht.

Und mal Hand auf‘s Herz, was dem einen gefällt, gefällt dem anderen noch lange nicht. Vielleicht wird der Perfektionist gerade deswegen abgelehnt, weil er so „perfekt“ ist und damit vielleicht unnahbar scheint? Im Falle des „moralisch perfekten Ergebnisses“ fühlt sich der Betroffene oft anderen überlegen, weil er oder sie meint ein besserer Mensch zu sein und wird genau dafür abgelehnt.

Je nach  Ausprägung der Grundrichtungen löst das Streben nach perfekten Ergebnissen im Leben des Menschen und seiner Partnerschaft Stress aus, führt zu vielen Befürchtungen, Ängsten und ist begrenzend für ein beschwingtes Leben. Es kann auch Folgen wie Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Verspannungen oder Magenschmerzen auslösen. 

Allgemein gesagt steht Perfektionismus einem glücklichen und ausgeglichenen Leben und Partnerschaft er.leben oft im Wege. 

Aber das muss nicht sein!

Wann und warum sind beide Formen Perfektionismus für eine Partnerschaft anstrengend?

Grundsätzlich stellt sich erstmal die Frage, ob ihr beide  gleich oder ähnlich geprägt seid. Wenn ja, werdet ihr das im ersten Fall (dem perfektionistischen Streben) wahrscheinlich viele hochwertige und gewünschte Ergebnisse für euer Leben und eure Partnerschaft erzielen. Glückwunsch! Wahrscheinlich beflügelt und inspiriert ihr euch auch gegenseitig. Die Gefahr für euch liegt darin, dass ihr euch überfordert. Achtet darauf, dass ihr auch Zeiten der Erholung und des Müßiggangs braucht. Und gönnt euch auch, mal daneben zu liegen, sonst wird es ganz schön schwer.

Wenn ihr beide die zweite Ausprägungsform lebt (die perfektionistische Besorgnis) und eher Angst davor habt, Fehler zu machen und negative Kritik zu erhalten, hinterfrage dich, ob du Gedanken kennst wie „Ich bin nicht gut genug“ oder “ich bin nicht liebenswert, wenn ich nicht alles richtig mache“. In dem Fall habt ihr wahrscheinlich ein hohes Maß an Anspannung im Leben und ihr könnt weder den Weg noch eure Ergebnisse, egal, wie schön sie sind, wirklich genießen. Selbst ein tolles Ergebnis bekommt schnell einen schalen Beigeschmack. Die Phasen, in denen ihr euer Leben und die Partnerschaft genießt sind vermutlich eher kurz. Wie wäre es für Euch, diese belastenden Gedanken los zu werden? Wäre es schön, das was ihr erreicht habt, mehr zu genießen und eher zur Ruhe zu kommen? Wenn das für Euch verlockend ist, dann könntet ihr mithilfe einer persönlichen Weiterentwicklung diesen belastenden Gedanken und Glaubenssatz untersuchen und auflösen. Wir als Beziehungs- und Mentaltrainer können euch dabei begleiten und den Prozess deutlich erleichtern und verkürzen! 

Und eine dritte Möglichkeit ist, dass einer oder eine von Euch gerne perfekt ist und der andere nicht. Dann liegt wahrscheinlich schon darin ein hohes Potential für Missstimmung und Stress begründet. 

Perfektionisten beider Formen strahlen nämlich häufig auch Anstrengung aus und  „gehen gerne ein hohes Tempo“. Entspannung ist seltener zu haben. Das könnte den anderen nerven. Außerdem tragen Perfektionisten ihre eigenen hohen Ansprüche gerne in ihre Beziehung hinein und übertragen sie auch auf ihren Partner. Die Folge beim anderen ist dann oft Abwehr, Rückzug bis hin zur Resignation. Alarm: hier könnte die Partnerschaft zerbrechen! 

Wichtig: Der Perfektionismus des Partners ist nicht per se schlecht.

Gibt es also einen „richtigen“ %-Satz Perfektionismus in Partnerschaft? Nein – entscheidend ist vielmehr, wie ihr damit umgeht. Und das lässt sich erlernen. Habt ihr zum Bsp. gemeinsame Ziele für dieses Jahr? Was wollt ihr beide erreichen? Und welchen Ausdruck von Glück wollt ihr mit den angestrebten Ergebnissen verwirklichen? Wie gleicht ihr euer unterschiedliches Tempo aus? Habt ihr dazu Vorstellungen und Wünsche, die für beide einen Gewinn darstellen? 

Wollt ihr diese Möglichkeiten für euch beide gewinnbringend erschaffen? Für eure Ergebnisse und eure gegenseitige Wertschätzung? Dann lohnt sich für euch ein Beziehungs-Training. Der Gewinn für eure Partnerschaft kann gerade darin liegen, dass ihr eure unterschiedlichen Fähigkeiten für das gemeinsame Ziel optimal ergänzend einsetzt.  Auch hier unterstützen wir als Beziehungs- und Mentaltrainer sehr gerne und erleichtern euch, neue Wege zu gehen.

Als Trainer verstehen wir uns dabei als unterstützende Impulsgeber, urteilsfreie Begleiter und vermittelnde Moderatoren. Wir sind keine Therapeuten. Zu unseren Fähigkeiten gehört es, auf der Basis unserer vielseitigen Erfahrung und fundierter Methoden schnell und effizient eure Situation zu erfassen und mit euch die gewünschte Veränderung zu initiieren. Jedes Paar ist einzigartig in der Gestaltung der Beziehung und genauso einzigartig und individuell werden wir euch unterstützen und das Programm auf euch, eure Situation, eure Wünsche abstellen.

Wenn ihr weitere Fragen dazu habt, kontaktiert uns gerne und nutzt unser Angebot für ein kostenloses Klärungsgespräch. <KLICK zur Terminreservierung>

Wir freuen uns auf euch!

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